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JIM-Studie 2021 veröffentlicht

06.12.2021
© Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

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© Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

Mit der JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) 2021 veröffentlicht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) erneut Basisdaten zum Medienalltag von Jugendlichen in Deutschland und konstatiert einen Anstieg an Desinformationen und Beleidigungen im Netz. Frage man die Jugendlichen nach relevanten aktuellen Themen, so stehen der Klimawandel und die Corona-Situation im Fokus. Bei der Frage nach ihren drei wichtigsten Nachrichtenquellen, nenne ein Drittel der Zwölf- bis 19-Jährigen das Fernsehen (32 %), jeweils jede/-r fünfte Jugendliche das Radio (22 %) und das Internet (21 %).
Bei der Nutzung von Kommunikationsdiensten bleibe weiterhin WhatsApp der wichtigste Dienst, gefolgt von Instagram. TikTok habe bei den Jugendlichen weiter an Bedeutung gewonnen. Wenig sensibel zeigten sich die Jugendlichen, wenn es um den Datenschutz auf diesen Plattformen geht.
Wenig erfreulich sei, dass 58 Prozent der Jugendlichen allein im Monat vor der Befragung mit Hassbotschaften im Internet konfrontiert wurden, 56 Prozent mit extremen politischen Ansichten sowie etwa die Hälfte mit Verschwörungstheorien und beleidigenden Kommentaren. Fake News lagen bei 42 Prozent.
In Kapitel 6 widmet sich die Studie dem Thema „Bücher und Lesen“ und kommt zu den Aussagen, der Anteil der Jugendlichen, die sich aus eigenem Antrieb mit gedruckten Büchern beschäftigen, bei 32 Prozent liegt. Damit pendle sich dieser Wert das dritte Jahr in Folge bei rund einem Drittel ein. Mit 18 Prozent habe sich der Anteil der Nichtleser*innen allerdings leicht erhöht. Das Lesen bleibe wie in den Vorjahren weiterhin geschlechtsspezifisch geprägt. Allerdings falle der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen in der aktuellen Erhebung weniger gravierend aus und sei bei den Nichtleser*innen deutlicher als bei den Leser*innen. Eine weitere zentrale Einflussgröße der Leseaffinität/-häufigkeit sei die formale Bildung der Befragten. Der Anstieg bei der Nutzung von E-Books habe sich nicht weiter fortgesetzt. Zwei Drittel der Jugendlichen griffen nie zu einem E-Book.
Für die repräsentative Studie wurden vom 1. Juni bis 11. Juli 2021 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch oder online befragt.
Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab.

Weiterführende Links:
Pressemitteilung zur JIM-Studie 2021 (pdf)
JIM-Studie 2021 (pdf)


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