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Schulbibliothekarische Servicestellen

In Deutschland gibt es Schulbibliothekarische Servicestellen sowohl auf lokaler Ebene (siehe: Adressen Kontakte) als auch auf regionaler bzw. überregionaler Ebene (http://www.fachstellen.de)

Während die Schulbibliothekarischen Arbeitsstellen als lokale Einrichtungen überwiegend den örtlichen Stadtbibliotheken zugeordnet sind, sind die Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken zumeist Einrichtungen der Bundesländer, die regionale bzw. überregionale Zuständigkeiten besitzen und meist den Ministerien direkt oder den Mittelbehörden zugeordnet sind.

1. Schulbibliothekarische Arbeitsstellen

Schulbibliothekarische Arbeitsstellen sind

  • Organisationsnetze der Schulbibliotheken unter der Verantwortung einer Stadtbibliothek bzw. des Stadtbibliothekssystems
  • Koordinatoren für die Zusammenarbeit von Öffentlicher Bibliothek und Schule in der Stadt

Die für Städte zuständigen Schulbibliothekarischen Arbeitsstellen sind in der Regel Fachabteilungen der Öffentlichen Bibliothek bzw. des örtlichen Bibliothekssystems mit eigenem Fachpersonal. Das Leistungsspektrum der Schulbibliothekarischen Arbeitsstellen ist je nach Kommune unterschiedlich und kann folgende Angebote umfassen:

  • Erstellung lokaler Schulbibliotheksentwicklungspläne
  • schulbibliotheksfachliche Qualifizierung des Personals an nicht fachlich geleiteten Schulbibliotheken (ehrenamtliche Kräfte, Pädagogen)
  • Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Schulbibliotheken und kombinierten Schul- und Stadtteilbibliotheken
    • Mithilfe bei der Raumplanung und Einrichtung von Schulbibliotheken
    • Beratung bei der Einführung von EDV (Hardware, Software, Internet)
    • Medienerwerbung, Bestandsaufbau (Ergänzung, Aktualisierung, Aussonderung), buchtechnische Einarbeitung
    • Bereitstellung von Medieninformationsdiensten
    • zentrale Bestandserschließung, zentraler Bestandsnachweis
    • zentrale Katalogisierung, Webkatalog
  • zentrale Fachaufsicht über ein Schulbibliotheksnetz
  • Aufbau und Verwaltung von austauschbaren Leihbeständen (Klassensätze, Medienkisten, Bilderbuchkinos etc.)
  • Konzeptentwicklung für gemeinsame Leseförderungsmaßnahmen von Schulen und Öffentlichen Bibliotheken

2. Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken

Fachstellen sind meist staatliche Einrichtungen auf Länderebene mit Informations-, Koordinations-, Förder- und Fortbildungsaufgaben für das Öffentliche Bibliothekswesen. Ihre Organisationsstruktur und ihre Aufgaben sind je nach Bundesland unterschiedlich. Die Zuständigkeit für Schulbibliotheken ist in vielen Fällen nicht ausdrücklich formuliert. Dennoch leisten die meisten Fachstellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten schulbibliothekarische Fachberatung, koordinieren und fördern die Zusammenarbeit mit Öffentlichen Bibliotheken und initiieren Dienstleistungen Öffentlicher Bibliotheken für Schulen.

Dienstleistungen der Fachstellen

a) für Schulen:

  • Erstellung regionaler Schulbibliotheksentwicklungspläne
  • schulbibliotheksfachliche Qualifizierung und Fortbildung der Leiter und Mitarbeiter von haupt- und nebenamtlich geleiteten Schulbibliotheken
  • Beratung bei Aufbau, Planung und Organisation neu einzurichtender Schulbibliotheken und kombinierten Schul- und Öffentlichen Bibliotheken
  • Beratung bei der Einführung von EDV (Hardware, Software, Internet) in Schulbibliotheken
  • Bereitstellung von Medieninformationsdiensten
  • Koordination und Vermittlung von Leseförderaktionen (Autorenlesungen u.a.)

b) für Öffentliche Bibliotheken

  • Konzeptentwicklung für gemeinsame Leseförderungsmaßnahmen von Schulen und Öffentlichen Bibliotheken
  • Beratung in Sachen Kooperationsvereinbarungen zwischen Schule und Öffentlicher Bibliothek
  • Förderung und Beratung beim Aufbau von schulorientierten Angeboten, wie Klassensätze, Medienkisten, Bilderbuchkinos etc.

Eine Übersicht der Fachstellen in Deutschland mit Adressen und Fachinformationen bietet der Fachstellenserver unter http://www.fachstellen.de