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Hard- und Software

Hardware

Software

Projekte

 

  • Hardware
    Die Hardware-Ausstattung ist hinsichtlich Umfang und technischer Wertigkeit abhängig von räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, von den Einsatzfeldern der EDV und der vorgesehenen Software. Es empfiehlt sich, die Hardware-Anforderungen bezüglich Prozessorleistung, Betriebssystem, Speichergröße und Peripherie mit dem Anbieter der vorgesehenen Bibliothekssoftware abzustimmen.
    • Betriebssystem
      Zum Einsatz kommen heute in der Regel netzwerkfähige Systeme wie Windows NT, Windows 2000, XP, Vista.
    • Hardware
      Eingesetzt werden handelsübliche Personalcomputer ohne spezialisierten Ausstattungsbedarf:
      • Prozessor: (ab Intel Pentium IV oder AMD Athlon)
      • Arbeitsspeicher: ab 512 MB
      • Laufwerke: CD-ROM, DVD
      • Soundkarte und Lautsprecher (evtl. Kopfhöreranschluss)
      • Grafikkarte: Auflösung 1024x768 /High Color (16 Bit)
      • Festplatte: abhängig von der Bestandsgröße, ab 40 GB
      • Monitore: TFT-Monitore, mindestens 17 Zoll (XGA-Auflösung)
      • Datensicherung: Tape- oder DAT-Streamer, ZIP-Laufwerk, USB-Festplatte, CD- oder DVD-Brenner
      • Drucker: bei hohem Druckanfall Laserdrucker, ansonsten Tintenstrahl-Drucker. Für den Ausdruck von Fristbelegen werden spezielle Bon-Drucker verwendet.
      • Barcode-Scanner: Touch-Scanner, angepasst an den von der Software verwendeten Barcode
      • Internet-Anschluss: DSL
      • Vernetzung: Netzwerkkarten und -software für den Aufbau von Mehrplatz-Anlagen. Die Ausstattungsanforderungen an den Netzwerkserver sind, abhängig von der Zahl der vernetzten Plätze und der Bestandsgröße, hinsichtlich Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität höher.
      Zu beachten ist, dass EDV-Geräte sinnvollerweise spätestens nach 4 bis 5 Jahre durch neueres Equipment ersetzt werden sollten.
    • Zahl der EDV-Arbeitsplätze
      Es sollten auch in kleinen Bibliotheken mindestens 2 EDV-Plätze angeboten werden. Davon ist einer für bibliothekarische Tätigkeiten im Thekenbereich (Anmeldung, Verbuchung etc.) vorgesehen, ein weiterer Platz (OPAC) wird für die Katalog-Recherche benötigt. In größeren Bibliotheken mit hohen Nutzungsspitzen (z.B. während der Pausen) sollten mindestens zwei Verbuchungsplätze im Thekenbereich sowie mehrere OPAC-Plätze zur Verfügung stehen.
      Das pädagogische Ziel, den Schüler an einen souveränen, selbständigen Umgang mit elektronischen Datenbanken heran zu führen, lässt sich nur bei Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Arbeitsplätzen verwirklichen. In ausgebauten Bibliotheken der Sekundarstufe II sollten Arbeitsplätze mit multimediafähigen Computern ausgestattet sein.
      (siehe auch: Internet und Multimedia )
    • Ergonomie
      Bei der Einrichtung von Bildschirmarbeitsplätzen im Thekenbereich, für OPACs sowie in den Arbeitszonen sind die ergonomischen Anforderungen und Vorschriften bezüglich Möblierung, Aufstellung, Lichteinfall und Softwareergonomie zu beachten.
      Weitere Informationen:
      Lehrer-Online: Ergonomie - Tipps für die Einrichtung von Medienecken

  • Software
    • Grundsätzliches
      Auf dem Markt gibt es heute eine Reihe bewährter und in verschiedenen Einsatzbereichen erfolgreich erprobter Softwareprodukte, die in Hunderten von Schulbibliotheken und öffentlichen Bibliotheken mit Erfolg eingesetzt werden. Vor der Entscheidung für ein Produkt sollten folgende Grundfragen geklärt werden.
      • Technische Voraussetzungen und Erfordernisse bzgl. Hardware, Anschlüsse und Verkabelung.
      • Leistungsumfang: sind alle notwendigen und gewünschten Leistungsmodule enthalten, werden die fachlichen Standards (MAB-Schnittstelle, regelgerechte Katalogisierung) erfüllt?
      • Anschaffungspreise und laufende Kosten
      • Pflege: wird das Produkt durch den Hersteller laufend gepflegt und weiterentwickelt?
      • Schulung: gute Benutzerschulung und Bereitstellung einer Hotline, regelmäßige Anwendertreffen?
      • Parametrisierung: lässt sich die Software ohne Programmieraufwand an die örtlichen Bedingungen (Benutzungsordnung, Leihfristen, Benutzergruppen) anpassen?
      • Dokumentation/Benutzerhandbuch vorhanden?
      • Software in benachbarten Bibliotheken? Für den Aufbau eines gemeinsamen Katalogs (Katalogverbund) und eine spätere Vernetzung ist der Einsatz identischer Software sinnvoll.

      Aus Gründen fehlender Kompatibilität mit anderen Programmen, der mangelhaften Anwendung fachlicher Standards und genormter Schnittstellen und der ungesicherten Pflege auf längere Sicht wird von der Eigenerstellung von Bibliothekssoftware auf Datenbankbasis durch die Schule selbst abgeraten.

    • Software-Module
      Leistungsfähige Bibliotheksprogramme bieten als sog. "integrierte Systeme" Unterstützung für alle wesentlichen Arbeitsbereiche in der Schulbibliothek. Die wichtigsten Funktionsbereiche sind meist in Modulen zusammengefasst, die zum Teil einzeln erworben werden können. Die Grundausstattung umfasst in der Regel die Katalogisierung, die Recherche sowie die Ausleihe.

      Beschreibung der wichtigsten Module:

       

      • Katalogisierung:
        1. regelgerechte Katalogaufnahme nach RAK (Regeln für die Alphabetische Katalogisierung), Kurztitelaufnahme
        2. Verwendung üblicher Systematiken, Integration eines Systematikregisters,
        3. Erfassung aller gängigen Medientypen (Monografien, mehrbändige Werke, Zeitschriften, Aufsätze, Non-Book-Medien)
        4. Standortvermerke,
        5. Schlag- und Stichwortverwaltung, ISBN-Register
        6. Dublettenprüfung, Plausibilitätskontrollen, Stoppwortlisten.

         

      • Recherche:
        1. Benutzer-Recherche via OPAC, dialogorientiert, einfache ergonomische Menüstruktur, attraktive Gestaltung der Oberfläche, Suche über Standard-Suchfelder, Expertenrecherche durch freien Zugriff auf alle zugelassenen Suchfelder
        2. Recherchearten: Volltext-Recherche, Index-Recherche, feldbezogene Recherche
        3. Suchbegriffe: Stichwörter, Schlagwörter, Wortfolgen, Trunkierungen, Maskierungen, phonetische Suche
        4. Recherche- Unterstützung durch Indexdateien: Verfasser, Verlage, Normdateien, Synonyme
        5. Trefferanzeige: Kurztitel, Katalogkartenform, RAK-Format, MAB-Format

      • Fremddatenübernahme:
        Übernahme von Katalogdaten anderer Bibliotheken bzw. Fremdanbieter via CD-ROM und Internet:
        1. Deutsche Bibliothek (DB-Daten)
        2. ekz Bibliotheksservice, Reutlingen (ekz-Daten)
        3. Daten der Bibliotheksverbünde
        Die Übernahme von Fremddaten setzt voraus, dass die Software über eine MAB-Schnittstelle (MAB = Maschinenlesbares Austauschformat für Bibliotheken) verfügt.

         

      • Ausleihverbuchung:
        1. Benutzerdatenverwaltung: Definition von Benutzergruppen (z.B. Klassen, Jahrgangsstufen), Festlegung individueller Ausleihregeln, Sperrung von Benutzern, Gebührenverwaltung
        2. Ausleihe und Rückgabe: Ausgabe- und Rückgabeverbuchung via Barcode, Berücksichtigung von Ausleihbeschränkungen, Ausdruck von Leihfristzetteln, Klassensatzverwaltung
        3. Vormerkungen: Verwaltung von Vormerkungen (titel-/exemplarbezogen), Benachrichtigung des Bestellers
        4. Verlängerung: Verwaltung von Verlängerungen (Einzel-/Pauschalverlängerung)
        5. Mahnwesen: Verwaltung der Rückgabetermine, Erstellung von Mahnschreiben
        6. Gebührenverwaltung

      • Erwerbung:
        1. Bestellbuchung mit Verknüpfung zur Katalogdatenbank
        2. automatische Haushaltsüberwachung (ggf. getrennt nach Fächern)
        3. Dublettenkontrolle
        4. Lieferantenverwaltung
        5. Führung einer Desideratenliste
      • Bibliotheksstatistik
        1. Auswertung nach individuell festlegbaren Zeitintervallen
        2. Bestands- und Erwerbungsstatistik
        3. Ausleihstatistik (nach Benutzer- und Bestandsgruppen), "Hitlisten"
        4. Darstellung der Statistik in Listen- und Grafikform
      • Anbieter
        Schulbibliotheken ähneln hinsichtlich ihrer betrieblichen Anforderungen kleineren bis mittleren öffentlichen Bibliotheken. Somit eigenen sich auch die dort erfolgreich eingesetzten Produkte für den Einsatz in der Schulbibliothek.
        Wichtige Auswahlkriterien sind:
        1. die Software wird bereits in vielen Bibliotheken erfolgreich eingesetzt
        2. der Anbieter bietet guten Service
        3. durch Betriebsgröße und Firmenstruktur ist eine langjährige Servicesicherheit zu erwarten

        Ein grundlegendes Kriterium bei der Produktauswahl sollte immer auch die Kompatibilität zu den in den anderen Bibliotheken am Ort eingesetzten Programmen sein. Sie bildet eine grundlegende Voraussetzung für einen Datenaustausch und eine eventuell für die Zukunft geplante Vernetzung.

        Eine Übersicht geeigneter Bibliothekssoftware-Produkte finden Sie hier (Die Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit):
        Bibliothekssoftware
        Software-Übersicht 1/2017

        Weitere Informationen finden Sie im Bibliotheksportal des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken:
        Branchenbuch

       

    • Kosten
      Bibliothekssoftware gilt aufgrund ihrer Ausrichtung auf eine zahlenmäßig begrenzte Zielgruppe mit hohen fachlichen Anforderungen und einem laufenden Pflegebedarf als "Branchensoftware", die sich preislich nicht mit Standardsoftware vergleichen lässt. Die Kosten für eine Bibliothekssoftware setzen sich in der Regel zusammen aus den Preisen
      • für das Grundmodul
      • für weitere Module
      • für Lizenzen je Arbeitsplatz im Netzwerk (Datenbanklizenzen)
      • für die laufende Wartung (Hotline, Wartung, Update-Service)
      • für Erstinstallation und Schulung

      Schulbibliotheken erhalten die Software oft zu besonders günstigen Schulkonditionen.

  • Projekte
    • Net-Technologie
      Der Betrieb einer EDV-Anwendung in Bibliotheken kann heute bei führenden Software-Anbietern auch in web-basierter Form erfolgen. Anwendung und Datenbank laufen nicht mehr auf einem Rechner in der Schulbibliothek sondern auf einem Server beim Anbieter, einem Rechenzentrum oder der Schule selbst (z.B. Schulzentrum). Der Zugriff erfolgt über das Internet. Die Lösung bietet folgende Vorteile:
      • kein Eigenaufwand für Installation, Betrieb, Wartung und Update der Software und Datenbanken
      • kein Eigenaufwand für Datensicherung
      • geringere Investitionen in Hard- und Software
      • Zugriff von jedem Rechner mit Internet-Anschluss aus
      • zentraler Datenpool für zügigen Bestandsaufbau
      • einfache Realisierung von Bibliotheksverbünden
      • Nähere Informationen sind bei den Softwareanbietern erhältlich!
    • Schulbibliotheksverbünde
      Via EDV fachgerecht erfasste Bibliotheksbestände können unter bestimmten Voraussetzungen in "Katalogverbünden", auf die über einen Verbund-OPAC im Internet zugegriffen werden kann, zusammengefasst werden.
      Vorteile:
      • Gesamtrecherche im Verbunddatenbestand (Welches Buch/Medium finde ich in welcher Bibliothek?)
      • verbesserte Möglichkeiten der Absprache beim Bestandsaufbau
      • Aufbau eines Leihverkehrs zwischen den Bibliotheken
      • Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Einrichtungen
    • Beispiele:
      Verbund Frankfurter Schulen
      IMeNS - Medienzentren und Schulen im Lahn-Dill-Kreis