Literatur, die etwas wagt - Nominierungen des Deutschen Jugendliteraturpreises 2026
23.03.2026

© AKJ
Am 19. März 2026 wurden auf der Leipziger Buchmesse die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 verkündet. Anlässlich des 70-jährigen Preisjubiläums eröffnete Staatssekretärin Dr. Petra Bahr, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Veranstaltung und betonte die Innovationskraft und Unabhängigkeit des Preises. Für die diesjährige Auszeichnung gehen 31 Kinder- und Jugendbücher ins Rennen.
„Die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 stehen für Literatur, die etwas wagt. Sie sind ästhetisch anspruchsvoll und inhaltlich aufwühlend – und machen dennoch Lust, immer weiterzulesen. Bücher, die das schaffen, stärken nicht nur junge Menschen. Sie stärken die Demokratie“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur Prof. Dr. Jan Standke.
Die Kritikerjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Iris Kruse hat rund 530 Einreichungen gesichtet und jeweils sechs Titel in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch nominiert. Diese Bücher machen Kindern und Jugendlichen Mut, der Welt nicht auszuweichen. Sie beleuchten historische und gesellschaftliche Zusammenhänge oder verknüpfen auf magische Weise Realität und Phantasie. In Wort und Bild weiten sie die Perspektive junger Leser:innen und bieten die Chance, in neue Erfahrungsräume einzutauchen.
Die Leseclubs der Jugendjury haben sich durch rund 200 Bücher gearbeitet und sechs Favoriten gewählt. Realitätsnah erzählen diese – mal fiktional, mal autobiografisch – von einem steinigen Weg heraus aus der Magersucht, von einer Kindheit mit Migrationsgeschichte oder auch von den Gefahren der sozialen Medien. Mit dem hochaktuellen Titel Badjens (Orlanda), der jungen Frauen im Iran eine Stimme gibt, und dem ebenso aufrüttelnden Roman The Bitter Side of Sweet (Peter Hammer) über die ausbeuterischen Machenschaften der Kakaoindustrie liegen gleich zwei Überschneidungen mit den Nominierungen der Kritikerjury vor.
Die Sonderpreisjury unter dem Vorsitz von Dr. des Simone Depner zeichnet dieses Jahr deutsche Autor:innen aus. Als „Neue Talente“ nominierte sie Jona Manow, Franziska Hörner und Kurt Prödel.
Weitere Informationen zu den Nominierten unter folgenden Link.