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Autorenlesungen

Wie sie funktionieren, was sie bewirken

Bei einer Autorenlesung liest der Autor aus seinem eigenen Werk vor, erzählt von seinem Schaffen und beantwortet Fragen der Zuhörer. Die Originalbegegnung mit einem Autor wirkt auf Schüler nachhaltig, wenn sie gut vorbereitet und nachbereitet wird. Deshalb sollte eine Lesung nie als billiger Unterrichtsersatz, sondern als Höhepunkt im Schulleben gestaltet werden. Autorenlesungen können an verschiedenen Orten stattfinden, neben der Schule oder der Bibliothek, bieten sich auch Plätze an, die als Kulisse für die Geschichten von Bedeutung sind.

Autorenlesungen müssen keine reinen Lesungen sein: besonders interessant sind interaktive Veranstaltungen, bei denen Kinder mit einbezogen werden. Bei Lesungen von Sachbüchern ist es ein besonderer Anreiz, wenn der Autor Zeitzeuge, Betroffener oder Experte auf dem Gebiet ist und lebendig erzählen kann.
Autoren, die über ihre Bücher frei erzählen und vor allem auf die Fragen der Kinder gut eingehen können, sind nicht selbstverständlich. Deshalb ist es wichtig, sich über die kommunikativen Fähigkeiten von Autoren vor der Einladung zu informieren.

Kooperation mit der Öffentlichen Bibliothek - warum?

Natürlich ist es nicht nötig mit einer Bibliothek zusammen zu arbeiten um eine Autorenlesung durchzuführen. Schulen bzw. Lehrer können auch direkt Kontakt zu Autoren, Verlagen und Vermittlern herstellen. Doch es hat einige Vorteile, wenn mit der Öffentlichen Bibliothek kooperiert wird:

  • Die Bibliothekarinnen können bei der Auswahl des geeigneten Autors helfen. Sie können Autoren für bestimmte Altersgruppen oder Autoren, die zu bestimmten Themen schreiben, empfehlen
  • Sie können den Kontakt zum Autor herstellen
  • Bibliotheken stellen den idealen Ort für Lesungen dar: sie bilden einen leseanregenden Hintergrund. Die Bibliothek kann darüber hinaus auch die Durchführung der Lesung übernehmen.
  • Die Lesung in Kooperation mit einer Bibliothek durchzuführen hat also vor allem eine gewisse Arbeitserleichterung zum Vorteil. Der Aufwand für Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung einer Lesung sollte nicht unterschätzt werden!
  • Die Bibliothek kann die Lehrer bei der Einführung in das Werk des Autors bzw. bei der Hinführung zum Thema unterstützen. So können Bibliotheken beispielsweise eine Medienkiste mit Büchern des Autors zusammenstellen, die die Klasse schon einige Wochen vor der Lesung ausleiht. Oder eine Bibliothekarin kann die Klasse in der Schule besuchen und den Schülern etwas über Leben und Werk des Autors erzählen. Ein solcher „book talk“ kann auch lesungsnachbereitend geschehen: Die Bibliothekarin kann einige Tage nach der Lesung in die Schule kommen und Bücher von Autoren, die im gleichen Stil oder zum gleichen Thema schreiben, vorstellen.

Der Friedrich-Bödecker-Kreis ( FBK )

Der Verein verfolgt Leseförderung und Literaturvermittlung als Ziel. Im Rahmen seiner Arbeit hilft und berät er Schulen und Bibliotheken bei der Durchführung von Autorenlesungen, die der Verein zu besonders günstigen Preisen vermittelt.
Der FBK wurde 1954 in Hannover von engagierten Autoren, Lehrern, Bibliothekaren, Buchhändlern und Verlegern gegründet. Benannt wurde er nach dem niedersächsischen Pädagogen Friedrich Bödecker, der sich schon früh für neue Formen der Literaturvermittlung an Schulen einsetzte.
Auf seiner Homepage bietet der FBK auch eine jedermann zugängliche Autorendatenbank an. Sie enthält 279 Autorinnen und Autoren, die bereit sind, zu den Honorarkonditionen der Bödecker-Kreise zu lesen.
Weiter Informationen, sowie die Autorendantenbank, ist zu finden unter:
http://www.friedrich-boedecker-kreis.de/