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Sponsorengelder (Sponsoring)

Sponsoring beruht im Unterschied zu Spenden auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung und ist eine zumeist vertraglich festgelegte Vereinbarung auf quasi geschäftlicher Grundlage. Dadurch ist auch die steuerliche Behandlung eine andere. „Sponsoren erbringen Leistungen in Form von Geld, Sachmitteln oder Dienstleistungen, um von den Gesponserten Gegenleistungen zu erhalten, die dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad des jeweiligen Unternehmens zu steigern und /oder dessen Image positiv zu beeinflussen“ (Marita Haibach: Handbuch Fundraising. Aktualisierte Neuausgabe. Frankfurt 2002, S. 190). Auch für Schulbibliotheken bestehen hierfür eine Reihe von Möglichkeiten, die durchaus eine Gegenleistung darstellen. Dazu zählt die Erwähnung auf Veranstaltungsankündigungen,Plakaten, Handzetteln, Faltblättern, Programmheften u.ä. Die vertragliche Regelung über Sponsoring findet ausschließlich zwischen Firmen und der Schulbibliothek/der Schule statt. Steuerlich gesehen handelt es sich bei den Firmen um Werbekosten. Vom Finanzamt wird allerdings verlangt, dass die Sponsorenleistung der Werbeleistung in etwa entsprechen muss. Firmen neigen eher dazu als Sponsor aufzutreten denn als Spender. Allerdings sollte ein solches gegenseitiges Abkommen argumentativ überzeugend vorbereitet und organisatorisch gut durchgeführt werden.(Weitere Hinweise als PDF-Datei unter: http://www.lfs.bsb-muenchen.de/Informationen/lesefoerderung/download/sponsoring.pdf).

Sponsoring als regelmäßige Finanzquelle für die Schulbibliothek fest einzuplanen wird kaum möglich sein. Auf jeden Fall sollte die Finanzierung größerer Aktivitäten (Ausstellungen, Tagungen, Autorenlesungen -aber auch Reorganisationsfragen und Bestandserneuerung) mit Sponsorengeldern erfolgen, damit der jährliche Haushalt der Bibliothek nicht mit diesen Kosten belastet wird.

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