Schulmediothek - Das Fachportal für Schulmediotheken

Navi

Internet und Multimedia


Grundsätzliches

Heutige Unterrichtskonzepte sehen das selbständige Lernen unter Einbezug der Schulbibliothek/Schulmediothek als eine zentrale Aufgabe an (siehe: Unterrichtliche Nutzung). Dafür sollten sowohl Print- wie auch audiovisuelle und computerbasierte Medien (CD-ROM, DVD) zusammen mit einer ausreichenden Zahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen, die mit der nötigen Technik ausgestattet sind (Multimedia-Computer mit Netzwerk- bzw. Internet-Anschluss). Zur Einführung und Präsentation von Arbeitsergebnissen ist ein einzelner Arbeitsplatz mit Projektionsmöglichkeit wünschenswert.

Die in der Schulmediothek bereit gestellten Print-, audiovisuellen und computerbasierten Medien sollten im Regelfall auch im Klassenunterricht einsetzbar sein und dorthin ausgeliehen werden können.

Multimedia-Arbeitsplätze für Schüler

Wenn irgend möglich, sollte eine Schulmediothek Arbeitsplätze für mindestens eine Schulklasse anbieten.. Diese brauchen nicht an einer Stelle des Raums konzentriert zu sein, sondern können sich an verschiedenen Stellen in der Mediothek befinden. Wichtig ist, dass 2 bis maximal 6 Schüler in Gruppen zusammenarbeiten können. Außerdem sollte es möglich sein, alle Schüler rasch mit ihren Stühlen an einer zentralen Stelle zu versammeln, um dort gemeinsame Unterrichtselemente durchführen zu können etwa Einführungen, Vortragen von Arbeitsergebnissen der Schüler, wie auch Lesungen, szenische Darstellungen, Filmvorführung (siehe: Raumplanung Funktionsbereiche).

Ein Computerarbeitsplatz ist nicht für jeden Schüler notwendig. Ausreichend ist es, für jede Kleingruppe (4 Schüler) einen anbieten zu können, also rund 5 - 8 Plätze. Sofern die meisten Schüler über einen Laptop verfügen ggf. es Laptop-Klassen in der Schule gibt, reicht es, 1 bis 3 „Reserve“-PCs vorzuhalten.
Wenn irgend möglich, sollten folgende Kriterien für jeden PC-Arbeitsplatz eingehalten werden:

  • PC: geräuscharm, Multimedia-Ausstattung (DVD-Laufwerk, Lautsprecher, Kopfhörer); 
  • Software: Das Betriebssystem muss alle Medien wiedergeben können (vorteilhaft: Windows XP, bei LINUX sollten alle einschlägigen Treiber aktiviert sein). Weiterhin wird zwingend ein gängiges Office Paket und ein Präsentationsprogramm benötigt. Wichtig sind Medien-Bearbeitungsprogramme, mindestens ein Zeichen- und Grafikprogramm.
  • Monitor: Blendfreie Aufstellung. Vorteilhaft sind Flachbildschirme, da sie weniger Platz benötigen und strahlungsfrei sind..
  • Tisch: Je größer, desto besser. Rund um Monitor und Tastatur muss genügend Platz bleiben, damit mehrere Schüler Notizen machen und Bücher ablegen können.
  • Anschlüsse: Strom und Netzwerk. Stolperstellen und Abrissgefahr vermeiden! Lose Kabel mit Kabelbindern sichern (z.B. an Tischbeinen)! Mindestens je 1 Zusatz-Stecker für den Anschluss eines Laptops.

Zur Ausstattung und Gestaltung von Internet-Plätzen siehe auch

 

Präsentationsplatz

Ein Platz wird zur Medien-Wiedergabe vor der ganzen Klasse / einer größeren Gruppe benötigt. Da in der Regel wenig Platz vorhanden ist, bzw. die „Versammlungsfläche“ möglichst multifunktional genutzt werden sollte, ist eine mobile Ausgestaltung sehr zu empfehlen:

  • PC oder Laptop mit Netzwerk-Anschluss wie beim Schüler-Arbeitsplatz.
  • Beamer: XGA-Auflösung, Lichtstärke in Abhängigkeit von den baulichen Gegebenheiten (Streulicht, Verdunklung).
  • Lautsprecher mit Verstärker und Mischmöglichkeit mehrer Audio-Eingänge.
  • DVD-Player
  • CD-Player

Alles zusammen sollte fest verkabelt in einem fahrbaren, verschließbaren Medienschrank untergebracht sein (siehe unten bei „Mobile Technik“).

Darüber hinaus benötigt man:

  • Große Projektionsfläche (am besten matt-weiß abgetönte, glatte Wand oder aufrollbare Leinwand mind. 180 x 180 cm).
  • Mobile beschreibbare Fläche (z.B. Whiteboard, Flipchart etc.).
    Vernetzung

Alle Computerarbeitsplätze der Schulmediothek sollten an das Schul-Netzwerk angeschlossen sein und über dieses Zugang zum Internet erhalten. Je nach den technischen und räumlichen Gegebenheiten kann der Anschluss unmittelbar an den Schulserver erfolgen. Bei großen Entfernungen mag auch ein eigener Sub-Server sinnvoll sein.
Grundsätzlich sollten wesentlich mehr Netzwerkanschlüsse als Computer eingeplant werden, damit zusätzliche Schüler-Notebooks angeschlossen werden können.
Alle Anschlüsse (Strom und Netzwerk) müssen stolpersicher verlegt. sein. Wenn irgend möglich sollte dies in leicht zugänglichen Boden- und/oder Wandkanälen erfolgen, die den gesamten Raum weitgehend unabhängig von der Möblierung erschließen. Damit ist gewährleistet, dass man bei späteren Erweiterungen, Umstellungen, Änderungen der Funktionsbereiche nicht eingeengt ist bzw. neu in die Verkabelung investieren muss. Ein Funk-Netzwerk hat unter diesen Gesichtspunkten große Vorteile.

Allgemeine Raumausstattung

Hier sollen lediglich ergänzende Hinweise gegeben werden, die die Nutzung audiovisueller Medien erleichtern.
Der Lern- und Arbeits- bzw. Veranstaltungsbereich sollte nach Möglichkeit ausreichendes Tageslicht erhalten und gut belüftet werden können. Zur Vermeidung von Blendungen sind Lamellenjalousien an den Fenstern nahezu unerlässlich. Der Veranstaltungsbereich bzw. die multifunktionale „Versammlungsfläche“ müssen darüber hinaus weitgehend voll verdunkelt werden können. Das ist sowohl für die Medienpräsentation (z.B. eine Filmvorführung) als auch für Lesungen, szenische Darstellungen usw. wichtig.

Zum Thema siehe auch: Möblierung / Einrichtung und Bauliche Grundlagen

Mobile Technik

Bei beengten Raumverhältnissen empfiehlt es sich, die gesamte Computer- und Multimediatechnik mobil vorzuhalten und lediglich genügend Arbeitsflächen bereit zu stellen. Dafür gibt es im Wesentlichen folgende Möglichkeiten, die auch miteinander kombiniert werden können:

  • Notebook-Klassen in der Schule:
    Wenn viele Schüler eigene Notebooks besitzen, brauchen in der Schulmediothek nur noch wenige oder gar keine PC-Arbeitsplätze vorgehalten werden.
  • Mobiles Klassenzimmer:
    Unter dieser Bezeichnung bieten Apple, IBM und andere namhafte Hersteller fahrbare Schränke an, die 10 und mehr Notebooks, ein Wireless LAN (Funknetzwerk) und zentrale Geräte wie Drucker, Scanner etc. beinhalten. 
  • Mobiler Lehrer-Arbeitsplatz (Präsentationsplatz):
    In einem Medienwagen sind alle Geräte, die man für die Präsentation elektronischer Medien benötigt, fest verkabelt und betriebsbereit untergebracht, z.B. Beamer, Verstärker, Lautsprecher, Video- und DVD-Player, Notebook oder PC usw. Zusätzliche Geräte wie Kassettenrecorder können problemlos an-geschlossen werden. Ein besonders Platz sparendes und robustes Modell ist der IVALIS®-Medienwagen

 

Rechtsfragen

siehe:  SB & neue Medien: Rechtliche Aspekte

Beratung

Beratung zu allen hier angesprochenen Fragen bieten das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht GmbH sowie die Landes-, Kreis- und Stadt-Medienzentren (www.fwu.de/).